Archive for the ‘Meinung’ Category
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Reto M. Kiefer on 01 Mrz 2011 under
Meinung |
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Ich stelle es ja immer wieder erneut fest und es steht ja auch auf der “Über mich Seite” in diesem Blog: Ich mag keine Computerspiele und finde sie ausnahmslos ausgesprochen langweilig.
Jetzt gibt es seit etwa einem Jahr das Computer Spiel Dragon Age (und bald dessen zweite Ausgabe), was sich für mich dadurch besonders auszeichnet, dass es als Computerspiel ein analoges Rollenspiel als Gegenpart bekommen hat. Wie immer bei erfolgreichen Computerspielen gibt es auch Romane, die in das Setting einführen sollen.
Ich habe lange gezögert, ob ich den Test wage zu sehen, ob mir Dragon Age zusagt, ob ich mit dem Computerspiel etwas anfangen kann, weil es ja das Rollenspiel gibt etc. Ich bestellte also das Rollenspiel und kaufte mir in einem Download-Shop Dragon Age für Mac. Dazu noch die beiden Bücher und ich war für das Experiment gerüstet. Ich muss zugeben ich hatte zu der Zeit Urlaub und dementsprechend Zeit.
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Reto M. Kiefer on 21 Feb 2011 under
Besprechung,
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Als ich das erste Mal von dem Filmprojekt hörte, habe ich versucht, es direkt über die Produktion in den USA zu beziehen, was misslang. Mittlerweile hat der Versender meines Vertrauens für Rares und Spezielles - der Sphärenmeister – die DVD im Programm und am nächsten Tag war sie im Laufwerk meines iMac und ich muss sagen es ist ein toller Film geworden – begeisternd und anrührend wie das Leben selber.
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Reto M. Kiefer on 30 Jan 2011 under
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Eine weitere Woche der unfreiwilligen Sprechpause ist leider im vollen Gange und ohne Stimme lässt sich schlecht spielen. In der Zwischenzeit ist nur das Bestiary 2 für Pathfinder angekommen. Aber nachdem ich Pathfinder aktuell nicht spiele, wanderte das kaum besehen in das Bücherregal.
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Reto M. Kiefer on 27 Jan 2011 under
Meinung |
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Die Wochen war spieltechnisch nicht sonderlich ergiebig. Eine mehrtägige Geschäftsreise von der ich eine Grippe mitgebracht habe, machte sämtliche Termine zunichte, insbesondere eine Runde Runewars, von der ich hoffe, dass wir sie bald nachholen können. Bestellungen hatte ich auch keine laufen, so dass ich auch dort nicht viel berichten kann – ich habe mich in den wenigen ruhigen Momenten mit der Alten Welt von Warhammer Fantasy beschäftigt, aber dazu ein ander mal mehr… Zu guter letzt ist jetzt meine Stimme seit rund zehn Tagen völlig weg, so dass ich gar nicht mehr mit der Umwelt interagieren kann, natürlich auch nicht spielen.
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Reto M. Kiefer on 10 Jan 2011 under
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Neuigkeiten |
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Nun ist so weit: Im Februar kommen die D&D 4 Fortune Cards in den Handel, was die D&D 4 Gemeinde in Aufregung versetzt – wenn auch nicht immer in positive Aufregung. Die Stimmen, die die Wizards of the Coast beschuldigen, aus einem klassischen Rollenspiel ein Trading Card Game machen zu wollen, sind genau so zu hören, wie diejenigen, die den Küstenmagiern vorwerfen, aus Profitsucht ihre Ideale über Bord zu werfen (wenn sie sie denn mit der 4. Edition nicht schon längst über Bord geworfen haben).
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Reto M. Kiefer on 09 Jan 2011 under
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Diese Woche war nur ein Spieltermin fällig, und wir sind in der Abeir Kampagne zur Hälfte des zweiten LFR Moduls der Embers of Dawn Mini-Kampagne vorgedrungen. Lauter Skill-Challenges auf der Suche nach verschwundenen Bürgern und eine wunderschöne Stadt als Kulisse. Das eine Kampf Encounter war schnell überstanden und die Gruppe bereitet sich auf die kommenden Herausforderungen in der nächsten Sitzung vor – und die werden es in sich haben!
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Reto M. Kiefer on 28 Dez 2010 under
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Neben den privaten Vorsätzen, die hier nicht interessieren sollen, habe ich auch für meine Spielzeit einige Vorsätze gefasst, die ich im kommenden Jahr sehr gerne umsetzen möchte.
Rollenspiele:
Neben der D&D 4 Kampagne, die sich zweimal im Monat trifft und der Rogue Trader Kampagne, die einen monatlichen Treff hat, will ich versuchen noch eine oder am besten zwei weitere Kampagnen an den Start zu bringen. Wenn ich in mein Rollenspiel-Regal blicke, sehe ich da eine Unmenge an interessanten Spielen, die ich alle mal Spielen oder Leiten will: Corporation, CthulhuTech, Eclipse Phase, The Dresden Files, The Savage World of Solomon Kane, Unknown Armies und so viele andere mehr. Aber für 2011 habe ich mir zwei Sachen ausgeschaut, die ich verwirklichen will.
Ich würde sehr gerne eine Warhammer Fantasy Roleplaying 3rd Edition Kampagne initiieren, die ich auch gerne leiten werde. Die Welt von Warhammer (wie die von WH40k auch) spricht mich sehr an. Die düstere Welt, das ständige bedroht sein von übernatürlichen oder brutalen Mächten bringt sehr gut die dunkle Stimmung vergangener Jahrhunderte zurück. Dagegen alleine steht der Glaube und die Hoffnung und der Imperator / Sigmar und die Menschen und ihre Verbündeten, die die Welt nicht dem Chaos und den bestialischen Wesen überlassen wollen.
Ein zweiter Traum wäre das Spielen der Call of Cthulhu Kampagne “Die Berge des Wahnsinns” – aber mit dem Gumshoe System, sprich den Regeln, die Trail of Cthulhu mitbringt. Gumshoe war für mich die Entdeckung (neben Fate) im Jahr 2010 schlechthin und die neue Berge des Wahnsinns Kampagne bietet alles, was man sich von einer Lovecraft’schen, epischen Geschichte erträumt. Beides zu verschmelzen, wäre dann doch ein Ziel, was ich mir für 2011 setzen möchte. Ich würde bei Trail of Cthulhu auch gerne im nicht-klassischen Stil spielen, vielleicht sogar erweitert um die Kampfregeln aus den EsoTerrorists – so dass man bei allem Horror auch noch ein wenig Action hat.
Leser aus Wiesbaden und dem Rhein-Main-Gebiet mögen sich bei Interesse bitte bei mir melden – ich werde aber auch noch in den geneigten Kreisen ein wenig Werbung machen. Meine bestehenden D&D 4 und Rogue Trader Kampagnen werde ich hoffentlich weiterführen können, machen sie jedoch ungemein Spaß. Das bleibt aber letztlich immer den Spielern überlassen, ob sie meinen DM-Stil weiter erdulden möchten.
Brettspiele:
Wenn ich ein Fazit aus dem Jahr 2010 ziehen sollte, was mir an Brettspielen besonders gut gefallen hat, dann wären zum einen die Deck-Building Spiele (allen voran Thunderstone) zu nennen, aber auch die Skirmishing Tabletop Brettspiele, wie etwa Dust Tactics aber auch Klassiker wir Tannhäuser. Gerade mit Dust Tactics werde ich mich sehr intensiv beschäftigen wollen, bringt es schnellen, taktischen Spaß und hervorragende Miniaturen, die zu Sammeln sich lohnen wird.
Ein Spiel, mit dem ich 2010 mit die meiste Zeit verbracht habe war Warhammer Invasion. Dieses Living Card Game hat es in sich und ich freue mich schon auf jedes der 12 Battlepacks, die 2011 erscheinen werden und das Spiel anspruchsvoller und variantenreicher machen werden.
Da ich schon im Spätsommer die Gelegenheit hatte eine Vorab-Version zu spielen, kann ich es seitdem kaum erwarten, dass The Lord of the Rings: The Card Game erscheint. Dieses kooperative(!) Kartenspiel aus dem Hause Fantasy Flight Games hat das Potential zum Bringer 2011 zu werden. Je nachdem wie das endgültige Spiel sein wird – die Preview war sehr, sehr viel versprechend. Und die monatlichen Expansion Sets lassen auf epische Runden hoffen.
All dem natürlich vorausgesetzt, dass ich im kommenden Jahr auch die Zeit zum Spielen haben werde wie in diesem Jahr. Aber momentan sieht es so aus, als dass ich sogar ein wenig mehr Zeit als in 2010 haben könnte. Und wenn ich 2011 dann auch noch rund zwölf Kilo abnehmen sollte, wird in einem Jahr ein positives Fazit des vergangenen Jahres stehen.
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Reto M. Kiefer on 22 Dez 2010 under
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Spielberichte |
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Ich bin ein wenig in Verzug gekommen mit den Spielwochenberichten, so dass jetzt ein paar in kurzer Folge veröffentlicht wurden.
Trotz des “Jahresendstress” habe ich mir ein wenig Zeit zum Spielen nehmen können und dies auch sehr genossen. Die Rogue Trader Kampagne “Lure of Expanse” wird mehr und mehr zum Zentrum meiner rollenspielerischen Aktivitäten. Das Setting ist hochgradig ansprechend. Die Mischung aus Dark SF, Piraten und Entdecker ist einfach interessant zu spielen. In der zweiten Sitzung der Kampagne erhielten die Spieler die Prophezeiung, wo denn der Schatzplant “Dread Perl” zu finden ist. Die Reise ging los und mit einigen Encountern und Zwischenfällen erreichte man die Position des Planeten, nur um festzustellen, dass irgendetwas nicht stimmt. Der Planet, der erwartet wurde, war nicht der, der gefunden wurde. Um das Rätsel werden sich die Entdecker das nächste mal kümmern müssen.
Ein Wort noch zur deutschen Übersetzung von Lure of Expanse. Ich habe mir diese zusätzlich zum englischen Werk bestellt, damit ich einmal den Vergleich ziehen kann und die verhältnismäßig mengenreichen Fluff-Texte nicht alle selbst übertragen muss. Leider hätte ich sie aber besser händisch übersetzt. Nicht nur, dass das deutsche Buch deutlich schlechteres Papier hat und insgesamt nicht so wertig wie das Original von Fantasy Flight Games wirkt. Es ist auch noch schlecht übersetzt und man findet viel mehr Fehler, als man in einem dünnen Buch für € 34.95 erwarten sollte. Die Übersetzung bleibt auch viel zu nah und wörtlich am englischen Original und kommt ziemlich oft als verquaste Grütze daher, statt die wirklich interessante Geschichte in eine etwas eigenere, der Stimmung angepasste Sprache, zu bringen. Anyway, das Experiment ist gescheitert und ich werde in Zukunft bei den englischen Originalen bleiben – schade auch drum.
Neben einigen Runden Warhammer Invasion bestand der Rest der Spielwoche eher im Sichten von Neuerwerbungen und dem Lesen von Regelwerken. Sehr gefreut habe ich mich, dass “The Laundry” RPG von Cubicle 7 noch vor Weihnachten angekommen ist. Ich hatte das Regelwerk zusammen mit dem PDF vorbestellt, da ich diese crosss-over Mischung aus Cthulhu, James Bond und The Office einfach sehr gelungen und witzig finde. Mittlerweile sind noch etliche Zusatzbände angekündigt (und vorbestellt) worden, so dass ich mit dem Spiel sicher noch eine Menge Spaß haben werden. Wem das jetzt nichts gesagt hat, der besorge sich und lese “The Atrocity Archives” von Charles Stross. Meine Leseempfehlung für das Jahr 2010. Das Rollenspiel basiert auf dem Basic Roleplaying System und lässt sich demnach leicht erlernen – gerade von Spielern die schon einmal Call of Cthulhu oder ein anderes Spiel, das auf dem Basic Roleplaying basiert.
Freuen durfte ich mich auch über die Ankunft von 7 Wonders, meine Brettspiel-Empfehlung für 2010. Man findet in ca. 30 Minuten Spielspaß jede Menge Herausforderungen und Anforderungen an taktisches Vorgehen. Das Spiel ist nicht hyperkomplex aber trotzdem anspruchsvoll. Und wenn man den Preis eines Spiels nicht an den mitgelieferten Materialien sondern am Spielwert und Spielspaß misst, ist es auch nicht zu teuer für ein mehr oder minder umfangreiches Kartenspiel.
Freund George R. R. Martin habe ich mal wieder eine Chance gegeben – diesmal in Form der deutschen Hörbuchausgabe. Diese ist gut gelesen und vorgetragen aber die Geschichte bleibt für mich unzugänglich und irgendwie langweilig – so sehr ich das Setting und Westeros interessant finde. Ein Bekannter meinte einmal, Song of Ice and Fire sei der Denver Clan in einer Fantasy-Welt – und irgendwie ist diese Einschätzung schon ziemlich nah dran.
In der nächsten Spielwoche ist dann auch schon Weihnachten, eine Zeit in der ich ein paar weniger geekige Brett- und Kartenspiele mit meinen Eltern spielen werde.
Ich wünsche Euch, meinen Lesern, eine geruhsame Weihnachtszeit und ich freue mich, wenn Ihr mir gewogen bleibt!
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Reto M. Kiefer on 18 Okt 2010 under
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Spielberichte |
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Nachdem ich noch beim letzten Modul noch gespielt habe, hatte ich nunmehr das Vergnügen, die Crew um Rogue Trader Zachary Caine in das nächste Abenteuer zu leiten: “Whispers on the Storm”. Das Abenteuer – es liegt dem Spielleiter-Schirm bei) spielten wir in vier Sessions durch und es hat großen Spaß gemacht, diese Art von Abenteuer zu erleben, die doch so unterschiedlich zu Dungeon Crawls und niedermächtigen Helden sind.
Bevor ich zu den Besonderheiten, die ich als Spielleiter für bemerkenswert halte, gebe kurz eine geraffte Zusammenfassung der Ereignisse. Wie immer die Spoilerwarnung: Wenn Ihr an dem Modul noch als Spieler teilnehmen wollt, dann wartet mit dem Lesen dieses Artikels lieber bis nach dem Abenteuer und schreibt mir Eure Erfahrungen in die Kommentare.
Die Exploratoren werden nach einem Austritt aus dem Warp direkt von dem imperialen Kreuzer “Hand of Redemption” abgefangen. Der Commander der Hand, Captain Keel, lädt die Crew zu einem Ausflug in das Svard System ein. Dort ist ein gesandter des Imperators verschwunden. Aber nicht nur dass der Gesandte der Bruder von Commander Keel ist und das Svard System seinerzeit von den Vorfahren der Rogue Trader besiedelt und die Zivilisation dort aufgebaut wurde. Es geht nicht nur um einen Dienst für die imperiale Flotte, es geht auch um die Begegnung mit der Vergangenheit der eigenen Dynastie.
Svard
In Svard – einem Eismond – angekommen erfährt man vom dortigen Ratssprecher Tal recht schnell das Problem. Alle Monde der Zivilisation im System sind voneinander getrennt, weil niemand mehr den Kontakt zu den anderen aufrecht erhalten kann. Die Industrieanlage Cog ist genau so von Zentralgestirn Svard abgetrennt wie die Prometheum Raffinerie Installation 23, wie der Mond der Heiligen “Silence”. Der Grund für den Zusammenbruch der Verbindung zwischen den Monden ist, dass seit einigen Jahren, sich die Menschen veränderten. Zunächst träumten sie nur von einem fremden Wesen, dem sie gehorchten, bis es schließlich Wirklichkeit wurde und die veränderten Menschen, sich den Einflüsterungen der unbekannten Macht hingaben und ihre Genossen zu bekämpfen begannen. Unter diesem Bruderkrieg litt das ganze System, bis der Handel und die Kommunikation zusammenbrach. So findet man auf Svard ein stark geschwächtes System mit einer dezimierten Bevölkerung, abgeschnitten von Rohstoffen und Industriegütern.
Die Exploratoren nehmen die Herausforderung an, die Umstände dieser Wandlung der Bewohner, zu erkunden. Ein erstes Attentat der Flüsterer (so nennt man die veränderten Bewohner, weil sie den Einflüsterungen der unbekannten Macht folgen) auf die Exploratoren macht deutlich, dass der Gegner weiß, dass sich eine neue Bedrohung auftut. Die Flüsterer fallen neben ihren Taten dadurch auf, dass sie nur schwarze Warp-Löcher an den Stellen haben, an denen früher ihre Augen saßen. Der Rat gab den Rogue Tradern ein Kontingent von 500 PDFs (Planetary Defense Forces) samt vier Shuttles zur freien Verfügung mit.
Silence
Nachdem man von dem Gesandten weiß, dass er zuletzt gesehen wurde, wie er den heiligen Mond Silence ansteuerte, macht sich die Rogue Trader Crew ebendort hin auf. Dort findet Sie einen Ort voller großartiger Skulpturen wieder. Einige der Skulpturen sind animiert und greifen die Explorator-Gruppe an. Letztlich wird Silence aber eingenommen und die Bibliothek kann in Augenschein genommen werden. Hier finden die Rogue Trader nicht nur Hinweise, dass sich im System möglicherweise Yu’Vath Artefakte befinden, sondern auch, dass ein Vorfahr der aktuellen Rogue Trader Generation nicht unbeteiligt daran war, dass diese Artefakte im System sind. Nachdem der Gesandte nicht gefunden wird machen die Exploratoren auf nach Cog, dem Industriemond des Systems. Die Exploratoren werden auf dem Weg nach Cog auch Opfer eines Angriffs von sogenannten Void Wasps, völlig fremdartige Yu’Vath Artefakte, die wie Raumschiffe operieren und höchst effektive Schilde haben. Auf Silence wird auch das erste mal die unheimliche Macht hinter den Flüsterern benannt: Leviathan.
Cog
Eine riesige Industrieanlage bildet das Herz von Cog. Leider befindet sich diese durch die Machtübernahme durch die Flüsterer nicht mehr in Betrieb. Die Atmosphäre auf Cog ist so ätzend, dass die Crew nur kurz von einem Shuttle abgesetzt werden kann und dann auf sich alleine gestellt ist. Nach einigem Suchen findet man einen Eingang in die Anlage und nicht viel später ortet man Signale in der Sprache der Marsbrüder, die darauf hinweisen, dass Anhänger des Maschinen-Kultes noch in der Anlage sind. Nach einigen Scharmützeln mit Whisperern, bei denen ich stationäre Doppelbolter eingesetzt habe, die ausnahmsweise einmal richtig Schaden gemacht haben, kämpften sich die Explorer zur Mitte der Station vor, wo sie in einem aussichtslosen Kampf Servitoren-Unterstützung durch die Maschinisten erhalten haben. Diese konnten den Rogue Tradern nicht nur mit Heilung helfen, sondern konnten ihnen auch die exakten Koordinaten der Installation 23 zur Verfügung stellen.
Installation 23
Hier war es, wo die ersten Flüsterer entstanden. Installation 23 liegt am nächsten zu dem Gasplaneten des Systems, von wo aus Prometheum gewonnen wird. Installation 23 ist eine 2 km durchmessene Raumstation mit Bewaffnung. Die Rogue Trader schmieden einen Plan, der die Unterstützung der Hand of Redemption einschließt. Während die Sovereign Venture und die Hand of Redemption die Station unter Feuer nehmen und mögliche Luftverteidigung im Raumkampf zerstören, sollte ein doppelgleisiges Landemanöver stattfinden. 2 x2 Shuttle mit PDFs sollten an strategisch zentralen Punkten landen während die Rogue Trader Crew mit ihrem Teleporter direkt auf die Kontrollstation teleportiert und dort die Station unter ihre Kontrolle bringt. Der Plan – sobald umgesetzt – bringt nur eine Änderung mit: Die Station darf nicht getroffen werden. Ein kritischer Treffer und sie explodiert und wird das Gas entzünden und somit vieles im System zerstören, inklusive der beiden Schiffe.
Gesagt, getan und der Teleporter bringt die Crew in einem Raum voller Wachen, die aber erst einmal überrascht sind. Nach kurzem Feuergefecht stellen die Rogue Trader fest, dass sie nicht in der Kommandozentrale gelandet sind sondern in dem Kontrollbereich, der die Atmosphäre und Biosphäre der Station regelt. Schnell regelt man die Sauerstoffkonzentration so ab, dass die Whisperer einschlafen, die eigenen Truppen tragen Rüstungen mit Atemgeräten.
Ein Stock über dem Raum befindet sich Kommandozentrale und als die Rogue Trader den Raum betreten, finden sie dort nur den Gesandten vor. Dieser hat auch die schwarzen Löcher des Warp statt seiner Augen. Er begrüßt die Rogue Trader und freut sich, dass diejenigen, die ihn seinerzeit gerettet haben nun wieder da sind und er seinen Weg zur Zerstörung des Imperiums fortsetzen könne. Schnell wird deutlich, dass das Yu’Vath Konstrukt durch den Gesandten spricht. Während der Gesandte / das Konstrukt noch zu den Rogue Tradern spricht erscheint eine obszön große schwarzkristalline Struktur in Form eines Wals aus den Winden und Wolken das Gasriesen. Leviathan ist erwacht und versucht den maximal möglichen Schaden anzurichten indem er versucht die Installation 23 zu vernichten. Ein kritischer Treffer könnte das ganze System zum Brennen bringen. Nachdem die Rogue Trader mit dem Gesandten zurück auf die Sovereign Venture teleportiert sind, nehmen sie von dort zusammen mit der Hand of Redemption den Kampf gegen den Yu’Vath Leviathan auf. Nach einem kurzen aber heftigen Feuergefecht zerspringt der Leviathan. Das hat zur Folge, dass alle Flüsterer nicht mehr kontrolliert werden und wieder zu normalen Einwohnern des Svard Systems werden.
Abspann
Den Rogue Trader wird auf Svard ein phänomenaler Empfang bereitet. Hatte man vorher schon das Gefühl, die Einwohner fühlten geehrt, dass die Gründer Dynastie wieder zurück sei, so wird dies noch durch den Retter-Effekt verstärkt und die Heimkehr wird frenetisch gefeiert. Zachary Caine und seine Crew verpflichten sich, den Handel wieder in Schwung zu bringen, das System wieder aufzubauen und eine permanente Präsenz auf Svard zu errichten, was sich natürlich in reichlich Profit Points nieder schlägt.
Mit den Augen des Spielleiters
Es ist erstaunlich, wie sich Rogue Trader Abenteuer spielen lassen. Es gibt kaum vorgefertigte Encounter und diese sind letztlich auch gar nicht nötig. Die Hälfte der Encounter hätte man weglassen können, ohne dass die Spannung im Spiel gesunken wäre. Uns D&D 4 Verwöhnten kommen die Encounteraufmachung bei Rogue Trader auch sehr spartanisch daher. Die Hälfte der verbliebenen Encounter haben wir sogar ohne Miniaturen gespielt. Die zwischendrin eingesprengten Weltraum Kämpfe waren durch ihre Neuheit dagegen sehr interessant.
Klar, ein solches auf Interaktion ausgebautes System bedarf ein wenig mehr an Vorbereitung. NPCs, Orte und Hintergründe müssen viel homogener und gründlicher vorbereitet werden als etwa bei einem typischen D&D 4 Modul, welches man eigentlich völlig ohne Vorbereitung spielen kann.
Interessant ist auch das Power Level, auf dem Spieler starten. Sie gehören schon zu den mächtigsten Menschen im Imperium, sie besitzen ein kostbares Schiff und haben viele tausend Gefolgsleute an Bord. Mit all dem will verantwortungsvoll umgegangen sein.
Wir haben jedenfalls beschlossen, dass wir die Kampagne mit den Abenteuern aus Lure of Expanse weiterspielen und so weit ich mich bereits eingelesen habe, bleibt diese angenehme Form des Spielens auch dort erhalten: Exploration vor Konfrontation.
Ambition Knows No Bounds
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Reto M. Kiefer on 05 Aug 2010 under
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Ob Rollenspiele in Büchern oder Boxen ausgeliefert werden sollen ist eine Geschmackssache. Ich persönlich mag die hunderte Seiten dicken Hardcover-Bücher lieber als Boxen. Jetzt gibt es eine kuriose umgekehrte Koinzidenz bei zwei großen Rollenspielherstellern, was das Auslieferungsformat betrifft.
Wie bekannt verabschieden sich die Wizards of the Coast von den Büchern und schicken die nächsten Monate Boxen mit dem neuen Brand D&D Essentials auf den Markt. Einer der Hauptgründe ist, dass durch das Format und die simplifizierten Regeln, (Wieder-)Einsteiger einen leichteren Zugang zum Hobby bekommen sollen. Die Bücher haben sich wohl nicht so gut verkauft wie erwartet, so dass man auf diesem Weg, neue Spieler- und damit Käuferschichten erreichen will.
Umgekehrt Fantasy Flight Games, die mit dem Warhammer Fantasy Roleplaying Game scheinbar alles richtig gemacht haben. Sie haben sich von Beginn an Einsteiger gewendet, indem sie toll aufgemachte Boxen mit Komplettpaketen und vielen einsteigerfreundlichen Accessoires ausgeliefert haben. Nach allem, was man so Hören und Lesen kann, läuft WHFRG 3 hervorragend und einige Produkte sind ausverkauft und müssen in einen zweiten Druck. Trotzdem schwenken Fantasy Flight Games nun auf einen hybriden Weg ein, in dem die Regeln aus den Boxen nochmals in Form von Büchern ohne Powercards, Figurenaufsteller und die ganzen Accessoires ausgeliefert werden. Einige Regeln werden einem Update unterzogen, einige Regeln kommen hinzu. Aber es ist weniger eine neue Edition als D&D Essentials eine sein könnte. Die Gründe für die neue Buchform sind laut der Website, dass der Wunsch nach den guten alten Regelbüchern ohne Tand besteht, und die Firma dem Verlangen nachkommen will. Einige Produkte werden sowohl als Buch und zusätzlich mit einer optionalen Box geliefert, in dem sich dann die ganzen Accessoires befinden – etwa Creature Guide und Creature Vault.
Geht man bei WotC den Weg vom erfahrenen Rollenspieler hin zu neuen Käuferschichten, die dem Einsteiger-Level zuzuordnen sind geht man bei FFG den umgekehrten Weg. Die Käuferschichten sollen von den Einsteigern hin zu den Langzeit-Spielern erweitert werden.
Eine kuriose Entwicklung, gegenläufig aber dennoch parallel. Welcher Weg geschickter ist, kann man schlecht sagen. Zwar scheinen bei D&D4 die Verkaufszahlen schlechter als geplant und bei WHFRPG3 besser. Wer weiß aber wie stark erst die Ablehnung ggb. D&D4 gewesen wäre, wäre man zuerst mit bunten Boxen und noch stärker vereinfachten Regeln auf den Markt gekommen.
Ich besitze D&D4 und Warhammer Fantasy 3 weitestgehend vollständig und ich werde mir eher die Warhammer Bücher als die D&D Essentials Boxen kaufen. Einfach weil ich mit D&D4 so wie es ist zufrieden bin, ich aber gerne die Warhammer Regeln in Buchform hätte, ohne mich durch hunderte von Karten wühlen zu müssen, um bspw. ein Gefühl für die Mächtigkeit eines Zaubers zu bekommen.