Das Dungeon & Dragons Insider Abonnement

Angetan vom hochwertigen Content, die das Dungeon Magazine Annual bot (s. vorangegangener Post) habe ich es dann doch mal gewagt, mich zuerst einmal für drei Monate bei Dungeons & Dragons Insinder anzumelden. Mit Steuern kostet der Monat etwa acht Euro und man hat unbegrenzten Zugriff auf sonst gesperrte Ressourcen. Und Dank PayPal ist es zahlungstechnisch auch super easy – wobei man auch eine Kreditkarte seiner Wahl einsetzen könnte.

Zuerst einmal sind die Magazine Dungeon Magazine und Dragon Magazine zu erwähnen. Jeden Monat erscheint jeweils eine Ausgabe mit zusammen rund 200 Seiten. Die Themen sind vielfältig. Das Layout und das Design orientieren sich an den Büchern, nur dass sie im Querformat erscheinen und dreispaltig gesetzt sind. Die beiden Magazine erscheinen ausschließlich als PDF und nicht mehr in einer gedruckten Form. Da diese mir sonst als Übersee-/Luftfracht teuer zugeschickt werden müssten, finde ich diese Entscheidung auch gut – auch gut für unsere Freunde die Ents und andere Bäume. Wenn man mal partout etwas braucht, tut es der Farblaser dann auch.

Die Inhalte finde ich stimmig. Im Dragon Magazine findet man viele Erweiterungen zu Regeln und neue Regeln. Eine feste Kolumne nehmen die Sneak Peaks und Previews auf kommende Regelbücher ein, wo man etwa Zugriff auf neue Klassen hat. Bei den Previews findet man viele Notizen der Autoren beigefügt, was interessante Einblicke in das Design von Rollenspielen gibt.

Das Dungeon Magazine bietet Abenteuer, Abenteuer und nochmals Abenteuer. Gut aufgemachte, mit vielen Details versehen, ready to play Abenteuer – sehr lohnenswert. Neben neuen Herausforderungen finden sich auch etliche Aktualisierungen von legendären Abenteuern, Schauplätzen und Dungeons aus älteren Editionen. Auch Anleitungen um andere Abenteuer auf bestimmte Kampagnen umzusetzen sind enthalten, wie sog. Side Tracks, die Episoden um andere Abenteuer herum bieten, um diese bspw. in einer anderen Kampagne spielen zu lassen. Manchmal werden die Abenteuer aus dem Dungeon Magazine um Regeln oder Hintergrundinformationen aus dem Dragon Magazine ergänzt – rundherum eine gelungene Informationsquelle für DnD4 Spieler und insbesondere Spielleiter.

Was besonders toll ist, dass man als Subscriber (selbst nur mit drei Monaten Dauer, vermutlich auch nur mit einem Monat) Zugang auf alle (!) bisher veröffentlichten Online Ausgaben der Magazine hat – zumindest für die Ausgaben, die 4th Edition behandeln. Schon alleine deswegen hat sich die Mitgliedschaft gelohnt. Aber trotzdem bin ich ziemlich sicher, dass ich dabei bleiben werde, denn der Inhalt ist das Geld durchaus wert.

Gut ist auch der Zugriff auf eine zentrale D&D Datenbank (i.e. D&D Compendium) wo man jede Power, jede Rasse oder Klasse jeden Feat oder was auch immer aus sämtlichen Veröffentlichungen von den Wizards of the Coast findet. Das Onlinetool ist brauchbar und es macht Sinn wenn es etwa im Sinne eines elektronischen Indexes verwendet oder einfach schnell was nachschlagen will.

Zu den Softwaretools wie den Character Builder oder den Monster Builder kann ich leider nichts sagen, da ich komplett auf Apple eingerichtet bin. Wizards of the Coast scheinen ein Microsoft Shop zu sein, da die Webseiten auf ASP basieren und die Tools .Net voraussetzen. Eine wenig plattformübergreifende Politik bei dem Unternehmen, leider. Die Builder -Tools hätte man garantiert auch mit Adobe Air oder Java umsetzen können – das wäre dann wenigstens überall gelaufen.

Zusätzlich gibe es noch flashbasierte Onlinetools, wie den Encounter Builder, den Ability Generator und den Monster Builder, die alle ganz nett sind, aber nicht wirklich den Mehrwert bieten, um eine Zahlung dafür zu rechtfertigen.

Wertung (8 / 10): Die acht Punkt für das Abonnement gibt es, weil der Content aus den beiden Magazinen das Geld wert ist. Auch der Zugriff auf alte Ausgaben sorgt für die hohe Bepunktung. Abzug (weil ein Megafail) gibt es für den eindimensionalen Einsatz von .Net für die Softwaretools – über die Zeiten sollte man hinweg sein – aber es ist Corporate Amerika und da gehen die Uhren anders.

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